Noch immer liegt Lanhydrock House verlassen, doch mich ereilen stets neue Informationen über die Teilnehmer am Experiment Werwolf.
Offenbar haben alle Gäste einen Weg gefunden bereits unterwegs miteinander zu kommunizieren und beinahe die ganze Gruppe scheint sich in einer Hinsicht absolut einig. Es muss jemand das zeitliche segnen.
Mit Bestürzung habe ich Mitschnitte eines gestrigen Gesprächs gelesen, deren Veröffentlichung mir vermutlich Berufsverbot einbringen würde, deshalb werde ich mich hier nicht wörtlich darüber äußern. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt, dass die Art wie das Opfer über den Jordan geschickt werden soll, auf alle Fälle ziemlich schmerzhaft und langsam von Statten gehen soll.
Mehr kann und darf ich nicht dazu sagen, denn es gibt bedauerlicherweise Trittbrettfahrer, die meinen Bericht durchaus als Leitfaden für einen geschickt ausgeklügelten Mord auffassen könnten.
Durch einen glücklichen Zufall konnte ich mich heute selbst in das Gespräch zwischen den Damen und Herren einklinken. Allerdings war es mir zunächst nicht möglich, der Unterhaltung wirklich zu folgen, denn hier war die Rede von einer 'Suche', dann wurden wahllos Wörter wie 'Schlüssel', 'Geldbeutel' und 'Brille' in den Raum geworfen. Nach einer Weile ist man dazu übergegangen, sich über diverse Haushaltsgeräte zu unterhalten, wobei ständig das Wort 'Bügeleisen' fiel, was mich noch mehr irritierte.
Im weiteren Verlauf des scheinbar harmlosen Wortgeplänkels gingen die Diskussionen über zu Theaterproben und -aufführungen und auch jetzt wurde hin und wieder, und völlig unzusammenhängend, das Wort 'Bügeleisen' eingeworfen.
Der Sinn dieses Gesprächs hat sich mir bis jetzt nicht erschlossen und ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass es sich hierbei um ein perfides Wortspiel mit codierten Nachrichten handelte, und in Wirklichkeit weiter die Möglichkeiten eines perfekt inszenierten Mordes ausgeleuchtet wurden.
Um meine Leser weiterhin mit aktuellen Neuigkeiten zu versorgen bleibe ich natürlich am Ball, und bei einem heutigen Gespräch mit einer jungen Dame des Teams erfuhr ich etwas, worüber ich ja schon länger spekuliert habe. Es scheint sich tatsächlich ein Maulwurf unter die Mitglieder des Experiments gemischt zu haben.
Wie sonst lässt sich erklären, dass das Fräulein eine SMS einer 'toten' Rufnummer erhalten hat und anschließend ein Foto in ihrem Briefkasten landete? Von den Probanden wurden zu keiner Zeit persönliche Daten veröffentlicht, wie also kommt jemand an solche Informationen? Ich werde der Sache selbstverständlich nachgehen, schon allein deshalb, um die äußerst ängstliche Lady zu beruhigen.
Bis hoffentlich bald, denn ich bete inständig, dass nicht ich den blutrünstigen Herrschaften zum Opfer fallen werde. Man liest sich also ...
Im Haushalt passieren die meisten Unfälle und es fällt nicht auf wenn jemand im Putzeimer ertrinkt. Auch ein Föhn leistet gute Dienste, sofern man ihn nicht bekommt.Wenn man beim Bügeleisen das Eisen weglässt und etwas modifiziert könnte man der Sache auch eine andere Bedeutung beimessen. Ich finde es schon erstaunlich, dass die Kommunikation der Mordopfer schon begonnen hat. Könnte es sich dabei um SM-veranlagte kränkelnde Menschen handeln die gerne ausscheiden wollen. Welches perfide Spiel haben sie sich ausgedacht um den ersten Dahinzuscheidenden auszuspielen. Bleiben Sie am Pulsschlag
AntwortenLöschenso wie ich meine Kollegen bisher kennengelernt habe, leidet keiner von ihnen unter Todessehnsucht. Au contraire. Vielmehr ist es wohl die Ungewissheit darüber, was uns alle in Cornwall erwarten wird, die, und ich gebe zu dass ich da keine Ausnahme bilde, uns solche Gedanken aus reinem Selbstschutz suggeriert.
LöschenAngesichts des Todes ist sich schließlich jeder selbst der Nächste...
Hier geht es doch sicher, wie gewöhnlich um Geld.
AntwortenLöschenWas passiert mit den 500000, wenn der zu Bezahlende zur Unzeit stirbt. Wird es aufgeteilt?
wir hatten bereits eine hitzige Debatte über dieses Thema. Allerdings kamen wir dabei zu keiner befriedigenden Antwort, denn auch gegenüber uns hält sich der Prof bedeckt und ist zu keiner Stellungnahme bereit. Wen wundert es also, dass sich die Kandidaten solchen Gedankenspielen, so es denn welche sind, hingeben? Allerdings bin ich der Meinung, dass es sich um ein Pro-Kopf-Honorar handelt und das Geld bei Ausscheiden durch Tod nicht in einen Topf wandert, der dann am Ende aufgeteilt wird
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