Die Autorin Annette Eickert hat ein Projekt ins Leben gerufen, das sich sehr spannend anhört. Verschiedene Autoren werden gemeinsam einen Roman schreiben.
Als ich das erste Mal darauf gestoßen bin, war ich schon neugierig. Wie soll das gehen? Viele unterschiedliche Schreiberlinge basteln an einer Geschichte? Aber gut, mein Interesse war geweckt und so sah ich immer mal wieder auf der Seite Gemeinschaftsroman vorbei und las mir alles genau durch.
Die Teilnehmer dieses Projektes stellen ihre Figur in einem kurzen Steckbrief vor und danach wird mit dem Schreiben begonnen.
Die Grundidee der Geschichte erinnert mich an den Film 'Eine Leiche zum Dessert', den ich auch heute noch gerne ansehe und natürlich bildeten sich in meinem Kopf bereits einzelne Charaktere, die zu den Vorgaben dieses Projekts passen könnten, aber ich verwarf diesen Gedanken wieder. Zum Einen, weil ich doch ziemlich eingeschüchtert war von den Autoren, die sich bereits für den Roman angemeldet hatten, zum Anderen, weil ich mir absolut nicht vorstellen konnte, dass ich imstande wäre, etwas nach Vorgabe abzuliefern.
Wie dem auch sei, letztlich habe ich mich in der Facebookgruppe angemeldet, um das Ganze besser verfolgen zu können.
Himmel noch eins, was bin ich erschrocken, als mich Annette dann gestern gefragt hat, ob ich nicht auch an dem Projekt teilnehmen möchte, oder nur als Leserin dabei sein will.
Bämm ... was für eine Herausforderung! Ohne weiter darüber nachzudenken, und vor allem um die höhnische Stimme in meinem Hinterkopf zum Schweigen zu bringen, sagte ich zu und machte mich sofort daran, einen Charakter zu entwerfen. Viel Zeit dafür blieb mir nicht, denn eigentlich war der Anmeldeschluss bereits abgelaufen.
Die erste Schwierigkeit bestand schon darin, meinem Charakter einen Namen zu geben. Dieser Teil ist mitunter der schwierigste für mich, weil ich mich mit meinen Protagonisten identifizieren muss, sonst kann ich sie nicht zum Leben erwecken.
Nachdem das geschafft war, musste eine passende Story dazu her. Die Vorgabe lautete, die Person in maximal 300 Wörtern vorzustellen. 'Das kann ja nicht so schwer sein', überlegte ich. Ja von wegen ... eine Vorstellung alleine ist machbar, wenn sie allerdings zu den Rahmenbedingungen passen sollte, wird das Ganze schon schwieriger und dann auch noch in unter 300 Wörtern ...
"Auf was habe ich mich da nur eingelassen" schimpfte ich vor mich hin, nachdem ich schon nach dem ersten Absatz alles wieder löschte, und das nicht nur ein Mal. Allerdings liegt es nicht in meiner Natur, einfach aufzugeben. Gut, ich stelle einiges erst einmal hinten an, aber ich hatte bereits zugesagt, also musste ich jetzt da durch. Eine Frau ein Wort - kein Wörterbuch *feix*
So, und jetzt warte ich ganz hibbelig darauf, was weiter geschehen wird. Wir schreiben nämlich nicht nur einen Roman, die Leser werden auch großen Einfluss auf die Story nehmen. Sie werden nämlich 'Big Brother' spielen, und einzelne Charaktere 'herauswählen', was das Ganze noch spannender macht. Das Tüpfelchen auf dem i ist aber, dass die Autoren anonym bleiben.
Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte unbedingt vorbeischauen. Wie oft bekommt man als Leser schon die Möglichkeit eine Figur zu feuern, wenn sie einem nicht gefällt ☺
Und nun viel Spaß!
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