Montag, 3. März 2014

Experiment durch Raubzüge finanziert

Während sich derzeit aller Augen auf Lanhydrock House richten, nutzt ein findiger Verbrecherring die allgemeine Aufregung um das Experiment Werwolf. Nach Angaben der Polizei kam es seit den Protesten vor dem Landgut bereits mehrfach zu Einbrüchen in und um Bodmin. 
"Wir haben alle Hände voll zu tun, um die Aufstände vor dem Landgut niederzuschlagen und dafür zu sorgen, dass die Demonstrationen einigermaßen friedlich von Statten gehen. Aufgrund von Personaleinsparungen fehlt es uns an Beamten, die gleichzeitig für Ordnung in der Gegend sorgen." So ein Sprecher der Polizei.

Intensive Recherchen haben nun ergeben, dass seit geraumer Zeit ein Syndikat durch Cornwall zieht und mit Schutzgelderpressungen und Einbrüchen die Beamten des Yard in Atem halten. Berichten zufolge wurden bisher Wertgegenstände und Barmittel im Wert von mehr als 10 Mio GBP entwendet. 

Ist es Zufall, dass just nachdem die Einbrüche ihren Anfang nahmen, diese ominöse Anzeige der Organisation PHENomeNON aufgetaucht ist, in der jedem Teilnehmer ein immenses Honorar zugesagt wurde? Die Forschungsabteilung unter Professor Cumberland versucht immerhin seit Jahren dem Phänomen Werwolf nachzugehen, was bisher allerdings stets an der Finanzierung gescheitert ist. Offenbar verfügt Cumberland urplötzlich über Kapital, dessen Herkunft zum jetzigen Zeitpunkt mehr als fragwürdig ist.

Aus anderer Quelle habe ich erfahren, dass man nicht allerorts gegen die Erforschung der Werwölfe ist. Vielmehr sieht man den Ergebnissen mit Spannung entgegen, denn sollte es der Organisation tatsächlich gelingen, den Mythos zu entschlüsseln, wird Cornwall mit Sicherheit weltweite Aufmerksamkeit erregen. Dies wiederum könnte der wirtschaftlich angeschlagenen Gegend den nötigen Aufschwung bringen.

Weiterhin hege ich starke Zweifel an der Ernsthaftigkeit, mit der die Teilnehmer des Projektes die Sache angehen. PWEÜ setzte mich davon in Kenntnis, dass es bereits mehrfach zu Sticheleien unter den Damen gekommen sei, worunter vor allem eine der Ladys, ein geschätztes Mitglied aus deutschem Adel, zu leiden hat. 
Außerdem macht man sich wohl mehr Gedanken um eine passende Garderobe während des Aufenthalts in Lanhydrock House, als um die tatsächliche Aufgabe. PWEÜ übermittelte mir hierzu Bilder einer spontan veranstalteten Modenschau unter den weiblichen Gästen. 
Ich bin erschüttert. Nicht nur über die Sorglosigkeit, der Teilnehmerinnen, sondern vielmehr über deren Geschmack, was die Kleiderfrage anbelangt.

Ich schließe meinen Bericht und eile zurück um die gröbsten Bekleidungssünden zu bereinigen. Bis bald, man liest sich ...





2 Kommentare:

  1. Interessant wäre es zu erfahren ob die Dame die angestichelt wurde blaues Blut hat. Möglicherweise ist sie dann für so ein Experiment ungeeignet. Unparteiischer Journalismus ist doch immer wieder erfrischend. Es ist Professor Cumberland zu wünschen, das seine Probanten mit der nötigen Ernsthaftigkeit bei Tisch sitzen und die Jogginghosen nur im Park zum Einsatz kommen.

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    1. interessanter Ansatz den Du da hast. Ich werde das mit dem Blauen Blut mit den Kollegen ausdiskutieren.
      Ach und Dankeschön für Dein Lob. Fundierte Berichterstattung ist oberste Direktive in unserem Metier und ich lege Wert darauf, dass meine Leser schonungslos die absolute Wahrheit erfahren ☺

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