Samstag, 1. März 2014

Protestmarsch gegen PHENomeNON

... der beschauliche Ort Bodmin rüstet sich zum Kampf gegen das Experiment Werwolf ...

Während sich die Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen der westlichen Hemisphäre nach Lanhydrock House begeben, wächst in Bodmin der Widerstand gegen das geplante Vorhaben zur Erforschung der Werwölfe. 
Eine Teilnehmerin, dieses Mal werde ich meine Quelle nicht offenbaren denn sie fürchtet um das Leben ihrer Kinder, berichtete mir von Aufständischen, die bereits mit Plakaten und Hetzparolen gegen PHENomeNON vorgehen. Die Bewohner des sonst so friedlichen Örtchens postieren sich, bewaffnet mit Schildern und Bannern, entlang der Straße zum Landgut um ihrem Unmut gegen die Untersuchung der Kreaturen Ausdruck zu verleihen. 

Ich hoffe nur, dass sich meine teilnehmenden Kollegen davon nicht abschrecken lassen, denn immerhin gilt es einen Jahrhunderte alten Mythos zu enträtseln. Allerdings wurde mir zugetragen, dass nicht alle Gäste, die an dem Experiment teilnehmen, über die wahren Hintergründe der Zusammenkunft informiert sind, was mich zu der Annahme verleiten lässt, dass die Ablehnung der Bevölkerung durchaus berechtigt ist.  

Wie immer hüllt sich unser Gastgeber, Professor Cumberland, beharrlich in Schweigen und ist nach wie vor zu keiner Aussage bezüglich der Vorwürfe gegen ihn und das gesamte Forschungsteam bereit. Dieser Mann gibt mir immer mehr Rätsel auf, denn wie sich in den letzten Tagen herausstellte, war die Anzeige über die Erforschung der Werwölfe zwar weltweit veröffentlicht worden, tatsächlich erhielt jedoch nur ein erlesener Kreis von Bewerbern eine Einladung. 
Unter welchen Kriterien die Damen und Herren ausgewählt wurden entzieht sich meiner Kenntnis, doch hinsichtlich des in Aussicht gestellten Honorars enthalte ich mich jedweder Kritik darüber. Ich bin schließlich auch nur ein Mensch, der seine Rechnungen zu bezahlen hat, wobei ich jedoch niemals so weit gehen würde, meine Seele für den schnöden Mammon zu verkaufen. 
Böse Zungen behaupten allerdings, dass sich eine meiner Kolleginnen auch einen Werwolf ins Bett holen würde, wenn er ihr nur den Lebensstandard bieten könne, der ihr standesgemäß zustehe. Es sei mir an dieser Stelle verziehen, wenn ich hier möglicherweise die Gefühle der Dame verletze indem ich davon berichte, aber meine Leserschaft muss über alles in Kenntnis gesetzt werden.

Abschließend wünsche ich den Kandidaten, die bereits unterwegs sind, eine sichere Ankunft in Lanhydrock House und allen, die noch kommen werden gebe ich ein 'seid unbedingt vorsichtig' mit auf den Weg. 

Ach du meine Güte... ich trödel hier herum und dabei drängt die Zeit, denn auch ich muss bald die Reise nach Cornwall antreten. Bis dahin habe ich noch einige Dinge zu erledigen, die Damen unter euch werden das kennen, und bin bereits jetzt mit dem Zeitplan im Verzug. Ich verspreche aber weiterhin Augen und Ohren offen zu halten und euch weiter auf dem Laufenden zu halten.

Bis bald also, man liest sich ...

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