Also ehrlich ... sowas von wankelmütig ... normalerweise peile ich ein Ziel an, das ich konsequent verfolge, auch wenn ich es nicht immer mit einer Punktlandung erreiche. Diese Eigenschaft ist mir ganz offensichtlich abhanden gekommen. Zumindest wenn es um meinen Roman geht.

Gestern bereits ad acta gelegt, flattern heute zwei neue Angebote herein, die mich wieder über eine Übersetzung nachdenken lassen.
Eines kommt aus England, das andere aus den Staaten. Beide Übersetzer verlangen rund 3.000 € und haben meinen Probetext zurückgeschickt ...
In dieser Nacht in Deutschland:
Adrianna wälzt sich unruhig im Schlaf und murmelt vor sich hin. »Wo ist er nur. Ich muss dorthin. Sonst können wir uns nicht finden.« Diese Worte wiederholt sie immer wieder, doch mit einem Mal verschwindet diese Unruhe. Sie sinkt in tiefen, festen Schlaf.
Das Mädchen schaut sich neugierig um. Sie ist in einem beeindruckend großen Saal, in dessen Mitte ein Tisch mit einem riesigen Kerzenleuchter steht, der das einzige Licht spendet. Dieses wird reflektiert von deckenhohen Spiegeln, die, eingefasst von barocken Rahmen, dicht an dicht an den mit dunkelrotem Stoff bespannten Wänden hängen. Die Decke ist mit kunstvoll geschnitzten Holztafeln verkleidet und der Parkettfußboden ist so blank poliert, dass man sich fast darin spiegeln kann.
Adrianna dreht sich ein paar Mal im Kreis und betrachtet den Saal, als sie eine leise, fröhliche Melodie hört. Sie kann nicht erkennen, woher sie kommt, deshalb schlendert sie durch den Raum und lauscht den Klängen, die sie trotz ihrer Traurigkeit ein wenig aufheitern.
Da es in diesem imposanten Saal keine Stühle gibt, lässt sich das Mädchen vor einem der Spiegel auf den Boden sinken. Eine Weile sitzt sie einfach nur starr vor sich hinblickend da, und denkt traurig darüber nach, was ihre Großmutter ihr heute erzählt hatte. Mom und Dad würden nicht mehr kommen, denn sie seien jetzt im Himmel und würden in Zukunft von dort über sie wachen.
Nur ganz allmählich begreift das Kind das Ausmaß dieses Verlustes. Sie beginnt bitterlich zu weinen, zieht dabei langsam die Beine an und legt die Stirn auf ihre Knie. Ihr kleiner Körper bebt vor Kummer. ‚Warum Mama, warum seid ihr gegangen. Warum habt ihr mich nicht mitgenommen? Habt ihr mich nicht mehr lieb? Ich will, dass ihr zurückkommt!‘ Der Schmerz über den Verlust der geliebten Eltern lässt sie heftig schluchzen.
Während sie noch verzweifelt an ihr Unglück denkt, spürt sie, wie jemand ganz sachte ihren Kopf berührt. Blinzelnd versucht sie zu erkennen, wer außer ihr noch hier ist, und tatsächlich erblickt sie neben sich einen Jungen, der ungefähr in ihrem Alter ist.
Das Mädchen schaut sich neugierig um. Sie ist in einem beeindruckend großen Saal, in dessen Mitte ein Tisch mit einem riesigen Kerzenleuchter steht, der das einzige Licht spendet. Dieses wird reflektiert von deckenhohen Spiegeln, die, eingefasst von barocken Rahmen, dicht an dicht an den mit dunkelrotem Stoff bespannten Wänden hängen. Die Decke ist mit kunstvoll geschnitzten Holztafeln verkleidet und der Parkettfußboden ist so blank poliert, dass man sich fast darin spiegeln kann.
Adrianna dreht sich ein paar Mal im Kreis und betrachtet den Saal, als sie eine leise, fröhliche Melodie hört. Sie kann nicht erkennen, woher sie kommt, deshalb schlendert sie durch den Raum und lauscht den Klängen, die sie trotz ihrer Traurigkeit ein wenig aufheitern.
Da es in diesem imposanten Saal keine Stühle gibt, lässt sich das Mädchen vor einem der Spiegel auf den Boden sinken. Eine Weile sitzt sie einfach nur starr vor sich hinblickend da, und denkt traurig darüber nach, was ihre Großmutter ihr heute erzählt hatte. Mom und Dad würden nicht mehr kommen, denn sie seien jetzt im Himmel und würden in Zukunft von dort über sie wachen.
Nur ganz allmählich begreift das Kind das Ausmaß dieses Verlustes. Sie beginnt bitterlich zu weinen, zieht dabei langsam die Beine an und legt die Stirn auf ihre Knie. Ihr kleiner Körper bebt vor Kummer. ‚Warum Mama, warum seid ihr gegangen. Warum habt ihr mich nicht mitgenommen? Habt ihr mich nicht mehr lieb? Ich will, dass ihr zurückkommt!‘ Der Schmerz über den Verlust der geliebten Eltern lässt sie heftig schluchzen.
Während sie noch verzweifelt an ihr Unglück denkt, spürt sie, wie jemand ganz sachte ihren Kopf berührt. Blinzelnd versucht sie zu erkennen, wer außer ihr noch hier ist, und tatsächlich erblickt sie neben sich einen Jungen, der ungefähr in ihrem Alter ist.
UK-English
Tonight in Germany:
Adrianna is tossing in her sleep and mumbles to herself. “Where is he. I have to go there. Otherwise we won’t find each other.” She repeats the words over and over again. Then, all of a sudden, the restlessness disappears and she sinks into a deep and sound sleep.
The girl is looking around curiously. She is standing in an impressively large hall. In the middle there is a table with a gigantic candelabra which provides the only available light, reflected by ceiling-high mirrors. In their baroque frames, they are hung side by side on the walls which are lined with deep red fabric. The ceiling is covered with ornately carved wood panels and you could almost see your reflection in the brightly polished parquet floor. Adrianna spins around a few times and looks around in the hall, when she hears a gentle, cheerful melody. Unable to detect where it is coming from, Adrianna strolls through the room and listens to the sound which, despite her sadness, cheers her up a little. There are no chairs in this stately hall, so the girl lowers herself onto the floor in front of one of the mirrors. For a while she is just sitting there staring in front of herself, and sadly reflects on the news her grandmother broke to her today. Mum and Dad would not come back again, because they were in heaven now, and from now on they would watch over her from that place. Only very gradually the child realises the enormity of her loss. She starts to cry bitterly, slowly pulling up her legs and resting her forehead on her knees. Her small body is trembling with grief. 'Why, Mum, did you leave? Why did you not take me with you? Don’t you love me anymore? I want you to come back!' She is sobbing heavily in pain at the loss of her beloved parents. Whilst still contemplating her sorrow in desperation, she feels someone gently touching her head. With blinking eyes, she tries to see who else is here apart from herself, and indeed next to her there is a boy, approximately her own age. |
US-English
This night in Germany
Adrianna tosses and turns restlessly in her sleep, mumbling to herself. "Where is he? I must go there. Otherwise, we can't find each other." She repeats these words over and over. But, suddenly, this anxiety disappears. She sinks into a deep, sound sleep.
The girl is looking around curiously. She is in an impressively large hall. In the middle, a table with a giant candlestick is standing, which provides the only light. This is reflected by mirrors reaching to the ceiling which, bordered by Baroque frames, hang tightly packed on the walls covered with dark red material. The ceiling is adorned with artistically carved wooden panels, and the parquet floor is so highly polished that you can almost see your reflection in it. Adrianna turns a few times in a circle and is observing the hall when she hears a soft, cheerful melody. She can't tell from where it is coming, so she strolls through the room and listens to the sounds which cheer her up a bit, in spite of her sadness. Since there are no chairs in this imposing hall, the girl lowers herself to the floor in front of the mirror. For a while, she simply sits there, looking rigidly ahead, and sadly reflects on what her grandmother had told her today. Mom and Dad wouldn't be coming any more, since they were in heaven and would be watching over her from there in the future. Only gradually does the child comprehend the extent of this loss. She starts to cry bitterly, slowly pulls up her legs, and puts her forehead on her knees. Her little body is trembling with sorrow. Why Mom, why did you go? Why didn't you take me along? Don't you love me any more? I want you to come back. The pain over the loss of her dear parents causes her to sob intensely. While she so desperately thinks about her misfortune, she feels how someone touches her head very gently. Blinking, she tries to determine who is here besides her, and indeed she does see a young boy next to her, who is about her age. |
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